Unsere Geschichte

Von der Idee bis heute

 
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  • Die Gründung des Vinschgauer Energiekonsortiums geht auf den 10. März 1999 auf Kloster Marienberg zurück und erfolgte fast gleichzeitig mit der Gründung der Landesenergiegesellschaft SEL AG;
  • Zu den Gründungsmitgliedern gehören die BZG Vinschgau, die 13 Gemeinden des Vinschgaus und die Elektrizitätsbetriebe EW-Prad, EW-Stilfs, EGO (Reschen), die Sonderbetriebe EW-Schlanders und EW-Latsch;
  • Josef Noggler wird zum Obmann gewählt. Flankiert vom Energiefachmann Georg Wunderer und vom Energiekämpfer Albrecht Plangger leitet er über ein Jahrzehnt die Geschicke der Genossenschaft;
  • In den Folgejahren wird kompromisslos am Energieplan Vinschgau gebaut. Die Genossenschaft ist die treibende Kraft, Ideengeber und Ratgeber für eine Vielzahl von Projekten mit lokalen Energieressourcen, die von den Mitgliedern (Gemeinden und E-Werken) verwirklicht wurden;
  • In der Zeit von 1999 – 2008 zieht die Fernwärme ins Tal ein. Nach und nach entstehen in den Ortschaften die vorwiegend genossenschaftlich geführten Fernheizwerke, die in das VEK aufgenommen werden und zum erweiterten Kreis der Mitglieder zählen. In Prad, Schluderns und Schling entstehen Biogasanlagen. Die lokale Wasserkraft wird ausgebaut: Gemeinden, E-Werke und Private errichten eine ganze Reihe von Kleinkraftwerken für die Produktion sauberen Stroms.
  • 2003 startet das später umstrittene Pilotprojekt Windkraft „Malser Haide“. Ein zweites Windrad geht im Jahr 2007 in Probebetrieb. Geführt werden die beiden Windkraftanlagen von der Miteigentumsgemeinschaft „Windkraft Marein“. Das VEK selbst ist an der Stromproduktion der beiden Anlagen beteiligt;
  • in diese Zeit der Aufbruchjahre fällt der Kampf um die Beteiligung der Vinschger Gemeinden an den Kraftwerken des Reschenstausees in Glurns und Kastelbell. Die Fäden laufen in der VEK Genossenschaft zusammen. Schließlich erwerben die 13 Gemeinden 8% an der Seledison AG, der Betreiberin der beiden Kraftwerke;
  • 2006 bewirbt sich das VEK im Interesse der Standortgemeinden und im Interesse der Mitglieder um die im Jahr 2010 auslaufende Konzession des Marteller Stausees (Kraftwerk Laas);
  • Im Herbst 2007 beginnt die Genossenschaft mit dem gemeinsamen Einkauf der Biomasse für die Heizwerke ihre erweiterte Tätigkeit;
  • Im Herbst 2008 feiert die Genossenschaft anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens die Etappensiege und erreichten Teilziele mit einer Pressekonferenz am Reschensee und der Herausgabe der Zeitung „Energie im Vinschgau lokal organisiert“;
  • Im März 2011 beginnt der dreieinhalbjährige Streit um die Vergabe der Konzession des „Kraftwerkes Laas“ an die Hydros, Tochtergesellschaft der SEL AG. Das VEK zieht an den Obersten Wassermagistrat in Rom;
  • Zugleich wird Albrecht Plangger Obmann der Genossenschaft;
  • Ende 2010 geht in Südtirol das Stromverteilungsnetz der ENEL an die Landesverteilergesellschaft SELNET über. Die lokalen Körperschaften haben auf Grundlage des DPR 235/77 die Möglichkeit, das Stromnetz auf ihrem Gemeindegebiet zu übernehmen und selbst zu führen;
  • 2011 beginnt das VEK die Verhandlungen mit der SELNET um die Stromnetzübernahme für die interessierten Gemeinden im Vinschgau; dieser Verhandlungsmarathon sollte ganze 5 Jahre dauern, bis es zum Durchbruch kam;
  • Im Oktober 2012 werden zum Bedauern der Befürworter der sauberen Windenergie die beiden Pilotanlagen auf der Malser Haide abgebaut;
  • Der Streit um die Konzession des Kraftwerkes Laas mit der Hydros Gesellschaft wird im Oktober 2013 beigelegt. VEK und Hydros einigen sich außergerichtlich. Das VEK erhält ein Strombezugsrecht von 25% der Jahresproduktion des Kraftwerkes;
  • Im Dezember 2015 erwerben die sechs Gemeinden Graun, Mals, Taufers, Glurns, Schluderns und Laas das Ex-ENEL-Stromnetz im jeweiligen Gemeindegebiet, die Gemeinde Schlanders nimmt das Ex-ENEL-Restnetz in ihrem Gemeindegebiet ins Eigentum und in Prad und Stilfs tun dies die beiden E-Werke;
  • Alexander Telser ist mittlerweile der neue Obmann und steht mit der Genossenschaft vor großen zukünftigen Herausforderungen;
  • Die 6 Obervinschger Gemeinden geben die Führung des Stromnetzes an das VEK ab;
  • Über das ganze Jahr 2016 bereitet sich das VEK auf die eigenständige Führung des Stromnetzes an der Seite von SELNET (EDYNA) vor;
  • Nebenbei startet die Genossenschaft den Stromverkauf an Endkunden und öffnet sich damit auch Privaten (Bürgern und Betrieben) mit dem Angebot der Mitgliedschaft;
  • Mit 01.01.2017 ist das VEK der Stromverteiler im Obervinschgau.